Barfen für Anfänger: So stellst du es richtig an

Barfen für Anfänger: So stellst du es richtig an

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Glänzendes Fell, strahlende Augen, pure Lebensfreude – genau das wünschen wir uns für unsere Vierbeiner, oder? Wenn es um die Ernährung unserer geliebten Fellnasen geht, taucht immer wieder ein Begriff auf, der die Meinungen spaltet und gleichzeitig viele Fragen aufwirft: BARF. Doch was steckt wirklich dahinter, und ist die Rohfütterung der heilige Gral für ein langes, gesundes Hundeleben?

Bei der bellerei nehmen wir dich an die Pfote und beleuchten das Thema BARF von allen Seiten. Wir schauen uns die Grundlagen an, sprechen über die Chancen und Risiken aus wissenschaftlicher Sicht und geben dir praktische Tipps, falls du den Schritt zur Rohfütterung wagen möchtest. Denn am Ende zählt nur eines: Dass dein Seelenhund optimal versorgt ist und es ihm rundum gut geht.

Was ist BARF? Grundlagen und Prinzipien der Rohfütterung

Der Begriff BARF steht für „Biologisch Artgerechtes Rohes Futter“ oder „Biologisch Artgerechte Rohfütterung“. Die Philosophie dahinter ist einfach: Man versucht, die ursprüngliche Ernährung von Wölfen und Wildhunden nachzuahmen. Das bedeutet, der Napf deines Vierbeiners soll primär mit rohem Fleisch, Knochen, Innereien sowie einem Anteil an Obst und Gemüse gefüllt werden.

BARF-Befürworter sehen darin eine Fütterungsweise, die besonders nah an der Natur ist und viele Vorteile mit sich bringen soll. Die Idee ist, dass der Hund als Karnivor (Fleischfresser) am besten mit unverarbeiteter Nahrung umgehen kann.

Die vier Hauptkomponenten einer BARF-Mahlzeit

Eine ausgewogene BARF-Mahlzeit setzt sich typischerweise aus folgenden Bausteinen zusammen:

  • Fleisch: Muskelfleisch bildet den Hauptbestandteil und liefert Proteine und Fette.
  • Knochen: Rohe fleischige Knochen (RFK) sind eine wichtige Calciumquelle und unterstützen die Zahnreinigung.
  • Innereien: Organe wie Leber, Herz oder Nieren sind reich an Vitaminen und Spurenelementen.
  • Obst & Gemüse: Püriert oder fein geraspelt liefern sie Ballaststoffe, Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe.

Aus Sicht vieler BARFer zeigen sich die Vorteile in einem glänzenderen Fell, besserer Verdauung, saubereren Zähnen und einem vitaleren Hund. Es wird oft betont, dass man genau weiß, was im Napf landet, und so unerwünschte Zusatzstoffe vermieden werden können. Klingt verlockend, oder?

Die wissenschaftliche Perspektive: Chancen und Risiken von BARF

Bevor wir uns in die Begeisterung stürzen, ist es wichtig, auch einen Blick auf die wissenschaftliche Seite zu werfen. Viele der wahrgenommenen Vorteile, wie ein gesünderes Gebiss oder ein besonders glänzendes Fell, sind oft anekdotisch und basieren auf persönlichen Beobachtungen von Hundebesitzern. Wissenschaftliche Studien, die diese Effekte eindeutig belegen, sind tatsächlich selten oder zeigen gemischte Ergebnisse.

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Wissenschaftliche Studie

Viele der wahrgenommenen Vorteile von BARF, wie gesündere Zähne oder glänzenderes Fell, basieren auf anekdotischen Beobachtungen und sind wissenschaftlich nicht belegt. Die Studie weist auf häufige Nährstoffdefizite (insbesondere Mineralstoffe) in selbst zubereiteten BARF-Rationen und ein erhöhtes Infektionsrisiko hin. Es wurden keine Unterschiede in den Blutwerten für Leber- oder Nierengesundheit zwischen den Fütterungsgruppen festgestellt, jedoch Unterschiede in der Zusammensetzung der Darmbakterien. Etwa 70 % der BARF-Rationen in der Praxis sind unausgewogen, mit zu viel Protein/Fett und zu wenig Mineralstoffen/Vitaminen.


Institut für Tierernährung und Diätetik – Universität Zürich • 2019


(Quelle: Institut für Tierernährung und Diätetik – Universität Zürich)

Nährstoffdefizite und mikrobiologische Risiken

Ein häufiger Kritikpunkt an BARF, insbesondere bei selbst zubereiteten Rationen ohne fachkundige Beratung, sind mögliche Nährstoffdefizite. Besonders betroffen sind oft Mineralstoffe wie Calcium und Phosphor, aber auch Vitamine können in unausgewogenen Rationen fehlen. Eine Studie der Universität Zürich weist darauf hin, dass etwa 70 % der selbst zubereiteten BARF-Rationen unausgewogen sind, oft mit zu viel Protein und Fett und zu wenig Mineralstoffen und Vitaminen. Dies kann langfristig zu ernsthaften Gesundheitsproblemen führen, da die bedarfsgerechte Versorgung deines Hundes nicht gewährleistet ist.

Ein weiteres ernstes Thema sind die mikrobiologischen Risiken. Rohes Fleisch kann eine Vielzahl von Bakterien wie Salmonellen, E. coli oder Campylobacter enthalten. Eine weitere Studie der Universität Zürich fand Bakterien, die gegen Breitbandantibiotika resistent sind, in über 60% der untersuchten Rohfleischproben für Haustiere. Dies birgt ein erhebliches Risiko der Übertragung dieser Keime auf Mensch und Tier.

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Wissenschaftliche Studie

Die Studie ergab, dass 61 % der untersuchten Rohfleisch-Haustierfutterproben Bakterien enthielten, die gegen Breitbandantibiotika resistent sind, und 73 % die Richtwerte für Enterobakterien überschritten. Dies stellt ein erhebliches Risiko für die Übertragung von Krankheitserregern und antimikrobiell resistenten Bakterien auf Haustiere und anschließend auf den Menschen dar. Insbesondere wurden in zwei Proben Salmonellen und in zwei Proben E. coli mit dem Colistin-Resistenzgen mcr-1 nachgewiesen.


University of Zurich • 2019


(Quelle: University of Zurich)

Diese Risiken dürfen nicht unterschätzt werden, besonders wenn kleine Kinder, ältere Menschen oder immungeschwächte Personen im Haushalt leben.

Die Notwendigkeit fachkundigen Wissens

Die größte Herausforderung beim BARFen ist die Gewährleistung einer bedarfsgerechten Rationsgestaltung. Das erfordert ein tiefes Verständnis für die Nährstoffbedürfnisse deines Hundes, die je nach Alter, Aktivität, Rasse und Gesundheitszustand variieren. Ohne fundiertes Wissen oder die Beratung durch einen spezialisierten Tierernährungsberater kann es schwierig sein, alle notwendigen Nährstoffe in den richtigen Mengen zu decken.

Dein erster BARF-Plan: Schritt für Schritt zum ausgewogenen Napf

Wenn du dich für BARF entscheidest, ist eine sorgfältige Planung das A und O. Es geht nicht darum, einfach rohes Fleisch in den Napf zu werfen, sondern eine ausgewogene Mahlzeit zusammenzustellen, die alle Bedürfnisse deines Vierbeiners abdeckt.

Berechnung und Mengen: Das richtige Maß finden

Die Basis jeder guten BARF-Ration ist die individuelle Berechnung. Als Faustregel gilt, dass ein erwachsener Hund etwa 2-3 % seines Körpergewichts an Futter pro Tag benötigt. Bei Welpen, Junghunden oder sehr aktiven Tieren kann dieser Prozentsatz höher sein (bis zu 5-6 %).

Beispielrechnung: Ein 20 kg schwerer, aktiver Hund benötigt bei 2,5 % des Körpergewichts ca. 500g Futter pro Tag.

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Beispiel BARF-Wochenplan für einen erwachsenen Hund (15-20 kg)

Tag Morgen Abend Anmerkungen
Montag Muskelfleisch (Rind), Gemüse-Mix Knochenanteil (weiche Rippen), Obst-Mix Muskelfleischanteil ca. 50%
Dienstag Innereien (Leber, Niere), Gemüse-Mix Muskelfleisch (Huhn), bellerei Mineral-Mix Innereien max. 10% der Wochenration
Mittwoch Muskelfleisch (Pute), Obst-Mix Gemüse-Mix, bellerei Omega-3 Fischöl Abwechslung bei den Proteinquellen
Donnerstag Knochenanteil (Hühnerhälse), Gemüse-Mix Muskelfleisch (Rind), bellerei Mineral-Mix Knochen nur unter Aufsicht füttern
Freitag Muskelfleisch (Lamm), Innereien Gemüse-Mix, bellerei Omega-3 Fischöl Innereien liefern viele Vitamine
Samstag bellerei BARF Komplett-Menü (Bio-Huhn) Freier Tag (z.B. Pansen) Einfache, ausgewogene Lösung für einen Tag
Sonntag Muskelfleisch (Rind), Gemüse-Mix Obst-Mix, bellerei Mineral-Mix Regelmäßige Kontrolle von Gewicht und Kotkonsistenz

Dieser Wert ist aber nur ein Startpunkt! Beobachte deinen Hund genau und passe die Mengen bei Bedarf an, um ein gesundes Gewicht zu halten.

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Barf-Rechner Hund & Welpe

Die richtige Ratio verstehen

Die Kunst des BARFens liegt im richtigen Verhältnis der Komponenten. Hier eine gängige Aufteilung für erwachsene Hunde:

  • 80 % tierische Bestandteile:
    • 50 % Muskelfleisch
    • 20 % rohe fleischige Knochen (RFK)
    • 15 % Innereien (Herz, Leber, Nieren, Milz – wobei Leber nur ca. 5% ausmachen sollte)
    • 15 % pures Fett oder fetthaltiges Fleisch (optional, je nach Bedarf)
  • 20 % pflanzliche Bestandteile:
    • 75 % Gemüse (Blattgemüse, Wurzelgemüse, Kohlsorten)
    • 25 % Obst (Äpfel, Birnen, Beeren)

Die Wichtigkeit der Abwechslung: Um Mangelerscheinungen vorzubeugen, ist es entscheidend, verschiedene Proteinquellen (Rind, Huhn, Lamm, Wild) und Gemüsesorten zu füttern. Dein Hund ist kein Kostverächter und freut sich über Vielfalt!

Glücklicher Hund frisst bellerei BARF-Mahlzeit: Rohfütterung für Hunde

Praktische Tipps für die Umstellung

Die Umstellung von Fertigfutter auf BARF sollte schrittweise erfolgen. So gewöhnt sich der Verdauungstrakt deines Hundes langsam an die neue Kost:

  1. Fastenphase (optional): Ein Fastentag vor der Umstellung kann helfen, den Darm zu reinigen.
  2. Langsame Einführung: Beginne mit einer leicht verdaulichen Fleischsorte (z.B. Huhn oder Rind) und wenigen Zutaten.
  3. Mischfütterung vermeiden: Trenne die Rohfütterung von Fertigfutter, da die Verdauungszeiten unterschiedlich sind. Warte am besten ein paar Stunden zwischen den Mahlzeiten.
  4. Beobachten: Achte auf Veränderungen im Stuhlgang, Energielevel und Allgemeinbefinden deines Hundes.

Für einen gesunden Hund gehört neben der optimalen Ernährung natürlich auch ausreichend Bewegung. Und gerade in der Umstellungsphase oder für längere Erkundungstouren ist eine gute Schleppleine ein unverzichtbarer Begleiter, um deinem Vierbeiner sicheren Freiraum zu geben.

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Die bellerei empfiehlt, gerade am Anfang einen erfahrenen Tierernährungsberater hinzuzuziehen, um eine optimale Rationsgestaltung zu gewährleisten.

Unverzichtbare Ergänzungen: So wird BARF wirklich vollständig

Auch wenn BARF auf den ersten Blick sehr umfassend erscheint, gibt es Nährstoffe, die in reinen Fleisch-Knochen-Innereien-Obst-Gemüse-Rationen oft nicht in ausreichender Menge oder im richtigen Verhältnis vorhanden sind. Hier kommen Ergänzungsmittel ins Spiel.

Essentielle Mineralien und Vitamine: Besonders kritisch ist das Calcium-Phosphor-Verhältnis. Während Knochen viel Calcium liefern, enthalten Fleisch und Innereien viel Phosphor. Ein Ungleichgewicht kann langfristig zu Knochen- und Nierenproblemen führen. Oft sind zusätzliche Calciumquellen wie Eierschalenpulver oder Algenkalk nötig, wenn nicht genügend fleischige Knochen gefüttert werden können.

Auch die Versorgung mit bestimmten Vitaminen wie Vitamin A, D und E muss sichergestellt sein. Vitamin A ist reichlich in Leber vorhanden, aber Vitamin D (wichtig für den Knochenstoffwechsel) und Vitamin E (ein Antioxidans) können Ergänzungen erfordern, zum Beispiel durch Fischöl oder spezielle Vitaminpräparate.

Hochwertige Öle für Omega-3-Fettsäuren: Omega-3-Fettsäuren sind wahre Multitalente für die Gesundheit deines Hundes: Sie unterstützen ein gesundes Fell, reduzieren Entzündungen und sind wichtig für Gehirn und Gelenke. Öle wie Lachsöl, Leinöl oder Algenöl sind hierfür hervorragende Quellen. Achte auf kaltgepresste und hochwertige Öle, um die volle Wirkung zu erzielen.

Auch an Taurin sollte gedacht werden, vor allem bei Hunden, die kein Herzfleisch oder nur wenig Innereien bekommen. Taurin ist essentiell für die Herzfunktion und die Netzhaut. Mehr dazu erfährst du in unserem speziellen Artikel:

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Taurin für Hunde: Warum so wichtig?

Manchmal kann auch ein wenig Unterstützung für das allgemeine Wohlbefinden sinnvoll sein, besonders in stressigen Phasen oder für ältere Semester. Wenn du deinem Hund auf natürliche Weise etwas Gutes tun möchtest, könnte ein hochwertiges CBD Öl eine Ergänzung sein, die zum allgemeinen Wohlbefinden beiträgt.

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Fallstricke bei der Supplementierung: Das Zuviel des Guten kann genauso schädlich sein wie das Zuwenig. Eine Überversorgung mit bestimmten Vitaminen oder Mineralstoffen kann toxisch wirken (z.B. Vitamin A oder D). Daher ist eine exakte Berechnung und Abwägung jeder Ergänzung unerlässlich. Ein Tierarzt oder ein auf Tierernährung spezialisierter Berater kann hierbei helfen, die richtigen Produkte und Dosierungen für deinen individuellen Hund zu finden.

Hygiene und Sicherheit: BARF Risiken minimieren

Der Umgang mit rohem Fleisch erfordert besondere Sorgfalt, um Gesundheitsrisiken für Tier und Mensch zu minimieren. Hygiene ist beim BARFen das A und O!

Richtiger Umgang mit rohem Fleisch:

  • Einkauf: Kaufe rohes Fleisch nur bei vertrauenswürdigen Quellen, die hohe Hygienestandards einhalten.
  • Lagerung: Lagere rohes Fleisch immer getrennt von anderen Lebensmitteln im Kühlschrank oder Gefrierschrank. Achte darauf, dass es nicht tropft.
  • Zubereitung: Verwende separate Schneidebretter und Utensilien für rohes Fleisch. Wasche diese gründlich mit heißem Wasser und Spülmittel oder in der Spülmaschine.

Vermeidung von Kreuzkontamination: Dies ist besonders wichtig. Bakterien wie Salmonellen oder resistente Keime können sich leicht von rohem Fleisch auf andere Lebensmittel, Oberflächen oder Hände übertragen. Sorge dafür, dass nach dem Füttern alle Näpfe, Arbeitsflächen und Hände gründlich gereinigt werden. Lasse deinen Hund nach der Mahlzeit nicht sofort das Gesicht lecken.

Infografik: 5 Hygiene-Tipps für sicheres Barfen von Hunden

Persönliche Hygiene und besondere Vorsicht: Wasche dir nach jedem Kontakt mit rohem Fleisch oder dem Napf deines Hundes gründlich die Hände. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn im Haushalt Risikogruppen leben:

  • Welpen und junge Hunde: Ihr Immunsystem ist noch nicht voll entwickelt.
  • Senioren und immungeschwächte Hunde: Sie sind anfälliger für Infektionen.
  • Schwangere, Kleinkinder, ältere oder immungeschwächte Menschen: Sie haben ein erhöhtes Risiko, sich durch Keime zu infizieren.

In solchen Fällen solltest du besonders strenge Hygienemaßnahmen ergreifen oder alternative Fütterungsformen in Betracht ziehen.

Häufige Fehler und Mythen: Klare Antworten für BARF-Anfänger

Als bellerei möchten wir dir helfen, die häufigsten Stolperfallen und Missverständnisse rund um das BARFen zu erkennen und zu vermeiden.

Die Gefahr mangelnder Nährstoffanalyse: Ein großer Fehler ist es, Rationen „pi mal Daumen“ zusammenzustellen, ohne die Nährstoffzusammensetzung zu berücksichtigen. Wie die Universität Zürich betont, sind viele selbstgemachte Rationen unausgewogen. Dies kann zu ernährungsphysiologischen Mängeln oder Überschüssen führen, die sich erst nach Monaten oder Jahren bemerkbar machen und dann schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben können.

Überfütterung oder Unterversorgung erkennen und korrigieren: Achte auf das Gewicht und die körperliche Verfassung deines Hundes. Ist er zu dick, bekommt er wahrscheinlich zu viel Futter (oder zu viel Fett). Ist er zu dünn, braucht er mehr Energie. Regelmäßige Gewichtskontrollen sind unerlässlich, um die Futtermenge anzupassen. Auch die Kotbeschaffenheit gibt Aufschluss über die Verdauung und mögliche Ungleichgewichte.

Wenn dein Hund zu den kleinen Dickerchen zählt und ein paar Pfunde verlieren muss, findest du hier weitere Unterstützung:

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Übergewicht Hund: Richtig abnehmen

Kommerzielle BARF-Blutprofile: Manche Anbieter werben mit Blutprofilen, die angeblich die Ausgewogenheit einer BARF-Ration überprüfen sollen. Solche Blutbilder können zwar bestimmte Mängel aufzeigen, sind aber kein Ersatz für eine fundierte Rationsberechnung durch einen Experten. Viele Nährstoffmängel zeigen sich im Blut erst, wenn sie schon weit fortgeschritten sind. Die beste Kontrolle bleibt eine von Anfang an korrekt berechnete und variierte Fütterung.

Wann BARF nicht geeignet ist: BARF ist nicht für jeden Hund und jeden Halter die ideale Lösung. In folgenden Fällen solltest du lieber auf andere Fütterungsformen zurückgreifen oder nur unter engmaschiger tierärztlicher Kontrolle BARFen:

  • Hunde mit Nieren- oder Lebererkrankungen: Die hohe Protein- und Phosphorlast kann schädlich sein.
  • Hunde mit Bauchspeicheldrüsenproblemen: Rohes, fettreiches Futter kann die Symptome verschlimmern.
  • Senioren oder Welpen: Haben oft spezielle Nährstoffbedürfnisse, die schwer zu decken sind.
  • Hunde mit Immunschwäche oder chronischen Krankheiten: Erhöhtes Infektionsrisiko durch Keime.
  • Halter, die wenig Zeit oder unsicher sind: Eine unausgewogene BARF-Fütterung ist schädlicher als ein gutes Fertigfutter.

Es gibt viele hochwertige Nass- oder Trockenfutteroptionen, die ebenfalls eine artgerechte und gesunde Ernährung ermöglichen, ohne die Risiken und den Aufwand einer selbst zubereiteten Rohfütterung. Wichtig ist immer, die Bedürfnisse deines Hundes in den Vordergrund zu stellen.

Eine gute Ernährung ist die Basis für ein aktives und glückliches Hundeleben. Und zu einem glücklichen Leben gehört natürlich auch viel Bewegung an der frischen Luft. Dafür braucht es nicht nur Energie, sondern auch die richtige Ausrüstung. Ein gepolstertes Geschirr sorgt für Komfort und Sicherheit bei jedem Abenteuer.

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Wir hoffen, dieser umfassende Einblick in die Welt des BARF hat dir geholfen, eine informierte Entscheidung für deine Fellnase zu treffen. Egal, welchen Weg du wählst, das Team der bellerei ist immer für dich da, um dich und deinen Vierbeiner auf eurem gemeinsamen Weg zu begleiten. High Five auf euch und eure Schnüffelnasen!

Wanderer mit Hund und bellerei Geschirr im Wald auf Spaziergang.

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Häufige Fragen zu Barfen für Anfänger: So stellst du es richtig an

Wie berechne ich die richtige Futtermenge beim Barfen?
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Als Faustregel gilt: Ein erwachsener, normal aktiver Hund benötigt etwa 2-3% seines Körpergewichts an Futter pro Tag. Welpen, Junghunde oder sehr aktive Hunde brauchen mehr (bis zu 5-7%). Am besten beginnst du mit der unteren Empfehlung und beobachtest das Gewicht und die Figur deines Hundes. Passe die Menge dann entsprechend an – lieber etwas weniger und bei Bedarf nachlegen! Achte auch auf die Zusammensetzung: ca. 80% tierische und 20% pflanzliche Bestandteile. Wir empfehlen, dich von einem erfahrenen Tierarzt oder Ernährungsberater speziell für BARF beraten zu lassen, um sicherzustellen, dass dein Hund alle wichtigen Nährstoffe erhält.
Welche Obst- und Gemüsesorten eignen sich für BARF?
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Viele Hunde lieben Abwechslung im Napf! Gut geeignet sind beispielsweise Karotten, Zucchini, Gurke, Apfel, Birne und Beeren. Vermeide unbedingt giftige Sorten wie Zwiebeln, Knoblauch, Avocado oder Weintrauben. Kohlsorten können in kleinen Mengen gefüttert werden, da sie blähend wirken können. Wichtig ist, das Obst und Gemüse immer zu pürieren oder fein zu raspeln, damit dein Hund die Nährstoffe optimal aufnehmen kann. Denk daran, dass die pflanzlichen Bestandteile nur einen kleinen Teil der Ration ausmachen sollten.
Wie lagere ich BARF-Futter richtig?
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Frisches BARF-Futter sollte im Kühlschrank gelagert und innerhalb von 1-2 Tagen verfüttert werden. Größere Mengen können portionsweise eingefroren werden. Achte darauf, das Fleisch langsam im Kühlschrank aufzutauen, um die Vermehrung von Bakterien zu vermeiden. Hygiene ist beim Umgang mit rohem Fleisch besonders wichtig – reinige alle Oberflächen und Utensilien gründlich mit heißem Wasser und Spülmittel. So stellst du sicher, dass dein Vierbeiner nur das Beste bekommt.
Kann ich meinem Hund einfach so Knochen geben?
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Rohe, fleischige Knochen (RFK) sind eine wichtige Calciumquelle, aber es gibt einiges zu beachten! Gib deinem Hund niemals gekochte Knochen, da diese splittern können und zu Verletzungen führen können. Beginne mit weicheren Knochen wie Hühnerhälsen oder Karkassen und beobachte, wie dein Hund sie verträgt. Stelle immer ausreichend Wasser zur Verfügung, da Knochen die Verdauung verlangsamen können. Und lass deinen Hund niemals unbeaufsichtigt mit Knochen, um zu verhindern, dass er zu große Stücke schluckt. Bei Unsicherheiten lass dich von einem Tierarzt beraten.

Du kannst dir sicher sein, dass wir für diesen Artikel sehr sorgfältig recherchiert haben und uns immer bemühen, dir nur fundierte, korrekte Informationen zur Verfügung zu stellen. Aber dein Hund ist genauso individuell wie du und manchmal gibt’s keine Patentlösungen.

Wenn du dir also unsicher bist, ob alles was wir sagen für dich und deinen Hund wirklich optimal ist, dann bitten wir dich: Stell weitere Recherchen an, sprich mit deinem Tierarzt oder Hundetrainer und such nach individuellen Lösungen, die so besonders sind wie ihr.

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Bild von Autorin: Bianca Oriana Willen
Autorin: Bianca Oriana Willen

Geschäftsführerin der Hundeschule Willenskraft und Akademie
Bianca Willen bildet seit über 10 Jahren erfolgreich Hundetrainer:innen aus und weiter – sowohl im Präsenzunterricht als auch in Onlinekursen. Ihr Schwerpunkt liegt auf praxisnaher, tierschutzkonformer Ausbildung mit Fokus auf Körpersprache, Beziehungsarbeit und nachhaltigem Lernaufbau.

Als zertifizierte Hundeernährungsberaterin verbindet sie Verhaltenskompetenz mit einem fundierten Verständnis für gesunde, bedarfsorientierte Ernährung. Sie ist zudem CBATI-KSA (Certified Behavior Adjustment Training Instructor – Knowledge and Skills Assessed) und Teil eines internationalen Netzwerks mit spezieller Expertise im Umgang mit ängstlichen und reaktiven Hunden.

Mit ihrer Akademie prägt sie die Hundeszene im deutschsprachigen Raum und steht für moderne, individuelle und liebevoll konsequente Hundeerziehung.

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